Da - plötzlich, in einer Höhe von ca. 300 bis 400 m erlosch der Feuerstrahl, und kurz darauf trat Totenstille ein. Ich sah, wie die Rakete noch an die hundert Meter weiterstieg. Da das Programm bereits zu laufen begonnen hatte, würde sie eine schmale Schleife ziehen und dann auf die Erde zurückfallen.
Genau in meine Richtung!
Mit einem Schlag waren meine träumerischen Gedanken verflogen. ich sprang auf und rannte in Richtung See. Für den Bruchteil einer Sekunde sah ich, wie die cirka hundert Soldaten auf der Düne sich herumdrehten und verschwanden, als seien sie weggeblasen. Direkt unterhalb der Rakete rannte ein Mann wie wild auf den Betonwürfel zu, in dem sich die P-10 Relais-Box befand.
Dieter Huzel, Von Peenemünde nach Canaveral
Dieser Prüfstand besteht nur aus einer planierten und befestigten dreieckigen Fläche, die frontmäßigen Übungen zum Verschießen der A4 diente.
Anschluß an der Relaisbox, die als Verteiler diente.
Am 17. März 1944 wurde die Rakete mit der Nummer 17 047 abgeschossen. Aber etwas lief schief. Die Erlebnisse dieses Tages hat Dieter Huzel in seinem Buch (siehe Zitat oben) sehr plastisch geschildert.
das Foto zeigt den Zustand des Kraters heute.






