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Alliierte Karte des Peenemünder Zielgebietes Allied map of the Peenemünde target area
Das Aggregat 4 (A4), später von Goebbels in "Vergeltungswaffe 2 (V2) umbenannt, wurde in der "Heeresversuchsanstalt Peenemünde" (HAP) entwickelt. Technischer Direktor war Wernher von Braun.
Auf der Insel Usedom wurden zwischen Peenemünde und Karlshagen das Entwicklungswerk (Werkstätten, Büros, Unterkünfte), Prüfstände, eine Siedlung, drei Häfen und ein Flugplatz errichtet. Dazu kommt noch die ganze Infrastruktur, d.h. Straßen, Eisenbahn, Kraftwerk, Sauerstoffwerk, Bunker.
In Peenemünde arbeiteten Spitzenwissenschaftler, aber auch viele abkommandierte Soldaten, dienstverpflichtete Handwerker, Arbeiter und Fremdarbeiter. Später kamen noch KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene dazu.
Credo: Wernher von Braun und die anderen Experten wollten die Rakete nicht als Waffe. Sie wollten nicht die fürchterlichen Arbeits- und Lebensbedingungen bei der Massenfertigung, bei der später viele tausend KZ-Häftlinge starben.
Sie nahmen dies allerdings billigend in Kauf, da Sie ehrgeizig an der Raketenentwicklung arbeiteten.
Viele abkommandierte Soldaten waren allerdings froh, dem Tod an der Front entronnen zu sein. Diesen kann man am allerwendigsten eine Schuld geben.
Man muß Beides sehen: Die fantastische Entwicklungsarbeit UND die entsetzlichen Arbeitsbedingen im unter SS-Aufsicht stehenden Lager Dora am Kohnstein bei Nordhausen UND die vielen unschuldigen Todesopfer in Belgien, England und Frankreich.
Michael Keuer



